Musizieren sollte immer Ausdruck einer musikalischen Idee, einer Klangvorstellung, einer künstlerischen Intention sein und nicht nur technisch korrekte Umsetzung eines Notentextes. Und das gilt natürlich auch für so ein spezielles spieltechnisches Phänomen wie den Paukenwirbel. Bei der praktischen Umsetzung können detailreiche gedankliche Innenbilder unterstützend eingesetzt werden. In diesem Heft bietet Arend Weitzel eine großes Sortiment solcher Imaginationen an, die beim Üben und Musizieren eine große Hilfe sein können.
Die Hirnforschung zeigt auf, dass viele unserer Vorstellungsbilder z.B. von Gegenständen im Gehirn nahezu identisch mit real wahrgenommenen Gegenständen sind. Vorgestellte Handlungen bewirken deshalb nahezu die gleichen Nervenimpulse für die Motorik wie die Handlung selbst. Also kann man bereits durch die Vorstellung von Handlungen diese in gewissem Grade erlernen und einüben, sodass sie danach wesentlich leichter in die Tat umsetzbar sind. Gleichzeitig vermitteln derartige Imaginationen viele plastische Informationen, die mitunter sprachlich nur schwer zu beschreiben sind. In der Spielpraxis sind Vorstellungsbilder hilfreich, indem sie auf die Handlung vorbereiten, Orientierung geben und so die sichere Performance erleichtern.
Erschienen 2026
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